21.09.2024

Aktienrente. Jetzt. Radikal.


Wir Jungen Liberalen Baden-Württemberg fordern die unverzügliche Umsetzung der
Aktienrente durch die Bundestagsfraktion der Freien Demokraten in der hier dargelegten Form. Die aktuell in ihrer Umsetzung befindliche Form der Aktienrente ist leider bei weitem nicht ausreichend, um signifikante Effekte auf das gesetzliche Rentensystem ausüben zu können.

Die Bundesregierung soll daher über den Zeitraum von 15 Jahren jährlich 200 Mrd. Euro Schulden aufnehmen und diese über ein Investitionsvehikel (global diversifiziert, vollständig in Aktien und marktkapitalisierungsgewichtet) anlegen. Ein solches Vorgehen ist konform mit der Schuldenbremse. Ziel ist es nach 15 Jahren den dann angenommenen Bundeszuschuss zur Rentenversicherung durch die Bruttorendite des Portfolios vollständig decken zu können.

Durch diese kapitalgedeckte Komponente der Rente wird die umlagefinanzierte Rente langfristig finanzierbar und generationengerechter gestaltet. Renditebringende Investitionen werden genutzt, um zusammen mit der guten Bonität Deutschlands das Rentensystem zu stützen und langfristig zu stabilisieren. Der perspektivischen Ersetzung des umlagefinanzierten Rentensystems durch eine vollständige Aktienrente steht dieser Beschluss indes nicht entgegen.

Sollte sich nach dem Anlagezeitraum ein Überschuss ergeben, der nicht zur Deckung der Zuzahlung der gesetzlichen Rente benötigt wird, fordern wir, dass der dann freiwerdende Bundeszuschuss dazu genutzt wird, die optionale Einzahlung eines Teils der Rentenbeiträge auf individuellen Rentenkonten als Überbrückung zu ermöglichen, um so ein langfristig höheres Rentenniveau zu verwirklichen. Überschüsse müssen auf jeden Fall im Rentensystem verbleiben (Zweckbindung) und explizit nicht zur Deckung des Gesamthaushaltes einer Bundesregierung genutzt werden können.

Die Gültigkeit dieses Beschlusses ist auf zwei Jahre beschränkt.

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