Wir Junge Liberale Baden-Württemberg bekennen uns zur dualen Berufsausbildung. Die
berufliche Ausbildung ist seit Jahrhunderten ein deutsches Erfolgskonzept, auf das
wir stolz sind.
Das duale Ausbildungssystem ist für uns Junge Liberale essentieller Teil des
deutschen Ausbildungssystems und steht für uns gesellschaftlich gleichwertig neben
dem akademischen Ausbildungsweg. Wir setzen uns entsprechend dafür ein, die
gesellschaftliche Anerkennung der Ausbildung zu stärken und treten entschieden gegen
die Abwertung der Ausbildung und der Schularten ein, die Schüler für eine Ausbildung
qualifizieren. Diesbezügliche politische Wege anderer Parteien lehnen wir ab. Mensch
zu sein braucht für uns keine Vorbedingung. Den Ausspruch Kretschmanns “Das
Menschsein fängt erst mit dem Abitur an.” aus einer Rede im Jahr 2012, der die
grundsätzliche Haltung der Bildungspolitik der Grünen bildlich zusammenfasste, lehnen
wir daher entschieden ab.
Wir wählen den Blickwinkel der Leistung: Das duale System der Berufsbildung ist eine
Quelle des technologischen und wirtschaftlichen Erfolges für unser schönes Baden-
Württemberg. Die Krisenfestigkeit unserer Arbeitskräfte ist höher und während
Krisenzeiten liegt die Jugendarbeitslosigkeit in ganz Deutschland im EU-Vergleich
merklich geringer. Wir müssen uns außerdem von der automatischen Korrelation höherer
Gehälter mit akademischem Abschluss lösen. Diese Vorurteile lassen sich statistisch
nicht belegen und Vorurteilen begegnen wir allgemein mit Ablehnung.
Kapitel 1 — Der Weg in die Ausbildung
1.1. — Das Ziel fest vor Augen: erfolgreicher Start in die Ausbildung
Um Schüler bei ihrem Weg von der Schule in einen Ausbildungsplatz sinnvoll zu unterstützen, bedarf es konkreter Angebote. Wir begrüßen daher laufende Programme für Schulabbrecher sehr. Ebenso muss die Berufsberatung und Ausbildungsplatz- Vermittlung einen noch wichtigeren Stellenwert in den letzten zwei Schuljahren auf allen Schulformen erhalten und auf individuelle Herausforderungen reagiert werden.
1.2. — Durchlässigkeit im Schulsystem stärken — Aufbau- und Brückenkurse
Aufbaukurse und Brückenkurse zwischen Schulabschlüssen müssen stärker fokussiert
werden: Die Anforderungen zwischen den Schulformen variieren zum Teil sehr stark und
selbst Brückenkurse nehmen plötzliche Schritte im Lernniveau. Das hat große
Abbrecher- und Durchfallquoten zur Folge. Wir fordern daher die Aufstellung der
Lehrpläne derart, dass das Fachniveau schrittweise anziehen muss und die Lehrpläne
der bestehenden Kurse beständig auf ihren Erfolg hin zu überprüfen sind. Der Erfolg
muss sich einerseits an der Bestehensquote der Kursteilnehmer und andererseits an der
Bestehensquote in den Abschlüssen des nächsthöheren Abschlussniveaus, auf das durch
den Brückenkurs vorbereitet werden soll, bemessen. Die Lehrpläne müssen alle 3 Jahre
auf diese Erfolge hin vom Landeskultusministerium hin evaluiert und Lehrplaninhalte
entlang der Ergebnisse angepasst werden.
1.3. — Fernlehrkurse — Aufbaukurse berufsbegleitend
Wir fordern, die Angebote verstärkt berufsbegleitend bzw. nebenschulisch anzubieten
und (digitale) Fernlehrkurse in den Fokus zu nehmen. Wir erhoffen uns damit in der
Folge unter anderem eine stärkere Einbeziehung des ländlichen Raums bei der
Wahrnehmbarkeit der Angebote. Sich hierbei auf private Anbieter zu verlassen,
erscheint uns als Versagen der bisherigen Bildungspolitik im Land. Es braucht demnach
Vorlagen aus dem Kultusministerium für solche flächendeckenden (online)
Fernlehrkurse.
1.4. — Durchlässigkeit für Wechsler stärken
Wir erachten es als Verschwendung von Lebenszeit, wenn man das, was man bereits
gelernt und bestanden hat, in der gleichen Form nochmal lernen und prüfen lassen
muss. Wir fordern daher die flächendeckende Anrechenbarkeit von Inhalten aus der
Ausbildung im fachlich geeigneten Studium, wie es andere Bundesländer zum Teil
bereits anbieten. Ebenso wollen wir, dass Inhalte aus dem Studium in einer Ausbildung
angerechnet werden können. Bei Eignung sollen sich Wechsler hierbei ganze Module bzw.
Seminare anrechnen lassen können und dadurch sowohl Ausbildungszeit als auch
Studienzeit verkürzen können. [Fußnote 1.1]
1.5 Schulbank UND Werkbank: Das „Double Degree Konzept“ für eine duale Oberstufe
Um alle Ausbildungs-Potenziale zu nutzen, ist eine zusätzliche
Ausbildungsoffensive an Gymnasien notwendig, da diese die meistgewählte
weiterführende Schulart in BW darstellen. Schüler an Gymnasien sollen deshalb dabei
gefördert werden, ab der Mittelstufe eine Berufsausbildung parallel zur Schule zu
beginnen und somit erste praktische Erfahrungen in Ausbildungsbetrieben zu sammeln.
Dazu muss die Landesregierung eine Struktur schaffen, die eine flächendeckende
Kooperation zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben ermöglicht. Diese Kooperation
zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben soll ein duales System etablieren. In
diesem System werden die Schüler ausgebildet. Im Beispiel einer G13-Schullaufbahn
stellt dies, von der neunten bis zur dreizehnten Klassenstufe, einen Zeitaufwand von
insgesamt sieben Monaten für den Schüler in seiner Freizeit dar. Wie und wann diese
Ausbildungszeit absolviert werden soll, sollen die Betriebe und die Schüler
individuell abklären können. Mit dem Abitur erhält der Schüler ein Zertifikat für die
Ausbildung auf dem Abiturzeugnis. Entscheidet sich der Abiturient dazu, die
Ausbildung zu vollenden, wird ihm die bereits absolvierte Ausbildungszeit individuell
angerechnet und die Ausbildung entsprechend verkürzt. Mit diesem „Double Degree
Konzept“ hat der Schüler deutlich weniger Zeitaufwand, um ein Ausbildungszertifikat
nach dem Abitur zu erhalten.
Kapitel 2 — Der Informationsweg vor der Entscheidung zur Ausbildung
2.1. — Berufsberatungsangebote ausbauen
Wir wollen voll digitalisierte Berufsberatungszentren landesweit, die ihre Berufsberatungstermine sowohl vor Ort als auch digital anbieten und Info-Materialien digital frei zugänglich abrufbar zur Verfügung stellen. (Online) Berufsberatungstermine in Schulklassen sollen bereits ab Klasse 7 schulformübergreifend angeboten werden. Je jünger die Teilnehmer, desto stärker soll der Fokus auf einer generellen Übersicht über Berufsbilder liegen. Mit fortschreitendem Alter der Teilnehmer ist spezifischere und individualisierte Berufsberatung zielführend. Hier sehen wir auch eine Möglichkeit für den Einsatz von dedizierten KI-Chatbots. Sie können Jugendlichen personalisierte Informationen auf Augenhöhe liefern und die Erstkontakthürde ist niedriger und natürlicher als bei anderen (traditionellen) Angeboten.
Ziel ist die frühzeitige Information über verschiedene Berufswege, um die Bandbreite
der Berufsorientierung darstellen zu können, und dünn besiedelte Regionen besser mit
Berufsberatungsangeboten zu erreichen.
2.2. — Praktika unterstützen
Die Angebote der Girls-/Boys-Days finden wir sehr gut, denn Geschlechterklischees bei der Berufswahl lehnen wir ab. BOGY und weitere berufsorientierende Pflichtpraktika befürworten wir.
Wir wollen außerdem die Möglichkeit für Schüler schaffen, sich bei Betriebspraktika ab Klasse 7 fünf bis zehn Tage vom Unterricht entschuldigen zu dürfen, wenn der Betrieb eine ordentliche Bestätigung für ein Kurzzeitpraktikum ausfüllt.
2.3. — Infos direkt an die Schulen holen
Wir wollen an weiterführenden Schulen Ausbildungsmessen zulassen, Praxis-Termine
(Werks-, Firmenbesichtigungen) als Schulausflug zulassen und Info-Termine durch die
ortsansässige Industrie-Handels-Kammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) und den Verband
für freie Berufe (BFB) für einzelne Schulklassen oder Jahrgänge ermöglichen.
2.4. — Communication is key
Im täglichen Schulbetrieb findet bereits Berufsberatung durch die Lehrer statt. Wir
wollen unsere Lehrer bei vorurteilsfreier Kommunikation bzgl. Ausbildungsberufen
unterstützen und dort schulen, wo Einblicke während der eigenen Lehrerausbildung
nicht möglich waren.
Wir schlagen daher Kurzzeitpraktika (1-2 Wochen) als Pflichtpraktika im Lehramtsstudium äquivalent zu bereits bestehenden Vorgaben für angehende Lehrer vor, die z.B. in Handwerksbetrieben, Büros u.ä. abgelegt werden können. Jene Praktika-Anbieter sollen hierfür ökonomisch kompensiert werden. Ziel ist, kurze Einblicke in klassische und beliebte Ausbildungsberufe zu eröffnen und die Möglichkeit zur zwischenmenschlichen Begegnung mit der Arbeitsrealität zu schaffen. Das Kurzzeitpraktikum kann an jeder Stelle im Studium abgeleistet werden.
2.5. — Auch auf dem Gymnasium
Die Berufsorientierung über Ausbildungsberufe hat auch am Gymnasium implementiert zu
werden. Wir fordern, die Bewerbung der Ausbildung gleichrangig neben die Bewerbung
für ein Studium zu stellen und den dual-beruflichen und akademischen Ausbildungsweg
Gymnasialschülern vorurteilsfrei parallel zueinander aufzuzeigen. Aufzuzeigen sind
nicht nur Abläufe, sondern auch Aufstiegsmöglichkeiten und die Optionen zur
Selbstständigkeit, Unternehmensgründung uvm., die eine Ausbildung nach dem Abitur
eröffnet.
2.6. — Bewerbungstraining
Informationen und Training rund um Bewerbungen haben glücklicherweise schon lange
Einzug in die Schulen gehalten. Die Methoden, die geübt werden, müssen jedoch ständig
an den aktuellen Stand der Arbeitsrealität angepasst werden. Im Vordergrund stehen
sollten z.B. keine ausgedruckten Bewerbungsmappen mehr, sondern erfolgreiche online-
Bewerbungen, Assessment-Center, Bewerbungsgespräche. Die Maßnahmen der Schulen müssen
entsprechend realitätsbezogen sein.
2.7. — Explizite Information und Beratung über Vorteile der dualen Ausbildung bei
Flüchtlingen und Migranten
Das Wissen über das deutsche Ausbildungssystem unter Flüchtlingen und Migranten, die
nach Deutschland kommen und vorhaben, hier zu bleiben und sich in den Arbeitsmarkt zu
integrieren, muss frühzeitig im Integrationsprozess etabliert werden. Priorität hat
nicht, Fragen im Einbürgerungstest darüber beantworten zu können, wie viele Flüsse Deutschland hat, sondern die Vermittlung unserer Werte und die möglichst schnelle Vorbereitung auf den erfolgreichen
Einstieg in den Arbeitsmarkt und bei Bedarf die Erarbeitung von Qualifikationen.
Dafür ist die Information und Berufsberatung rund um das Thema einer Ausbildung für
diesen Personenkreis essentiell.
Kapitel 3 — Anreize zur Bewerbung setzen — Thema Geld während der Ausbildung
3.1. Reelle Mindestvergütung für Azubis
In der Ausbildung geht es darum, neben dem neu erworbenen Fachwissen individuelle
Kompetenzen zu erkennen und auszubauen. Wichtig ist, den Azubi in seiner
Lernbereitschaft und als leistungsbereiten Teil der Belegschaft anzuerkennen und
ernst zu nehmen. Wir empfinden daher die Notwendigkeit als Ausdruck dieses Willens,
reelles Gehalt für reelle Arbeit zu entrichten und Auszubildende in ihren Forderungen
nach einer übergreifenden Mindestvergütung zu unterstützen und niedriger ausfallende
Ausnahmen über Tarifverträge nicht mehr gelten zu lassen. [Fußnote 3.1.]
3.2. — Überstunden und Mehrstunden
Daneben gilt aktuell das Verbot für Überstunden für Auszubildende. Das trifft nicht
in allen Betrieben die Realität. Wenn angeordnete Mehrarbeit, sprich Überstunden,
auftreten, müssen sie konsequenterweise verzeichnet werden und dem Azubi monetär
ausbezahlt oder als Freizeitausgleich vergolten werden. Sie zu negieren, ist
respektlos gegenüber der erbrachten Arbeitsleistung des Azubis. Konkret heißt das,
dass wir eine Aufweichung des Verbots von Überstunden bei Azubis fordern, um den
bereits gegebenen betrieblichen Realitäten zu entsprechen und Azubis in ihren
Arbeitsrechten zu stärken. Das bedeutet in der Konsequenz im Übrigen auch, dass auch
Azubis für uns dem Gesetz zur Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeit unterliegen und
wir für sie keine Ausnahmen mehr gelten lassen.
Ebenso sind Mehrstunden als spontan auftretende Verlängerung der Arbeitszeit im
Gegensatz zu angeordneten Überstunden ebenfalls zu beachten. Sie werden bereits
regelmäßig ausgeglichen oder ausbezahlt. Wir wünschen uns diesen Umgang beim
Auftreten von Mehrstunden für alle Betriebe gleichermaßen.
Die betriebliche Realität anzuerkennen, bedeutet nicht, Überstunden oder Mehrstunden zur Normalität werden zu lassen. Bei auftretender Regelmäßigkeit von Überstunden und Mehrstunden könnten wir uns betriebliche Strafzahlungen vorstellen. Mehrstunden und Überstunden sollten prinzipiell nicht in Vorbereitungsphasen zu Klausuren, Zwischen- oder Abschlussprüfungen angeordnet werden dürfen. Bei ausdrücklichem Einverständnis des Auszubildenen kann dies jedoch zulässig sein.
3.3. — Alle Ausbildungen in Teilzeit und berufsbegleitend ermöglichen
Ebenso wie beim Studium in Teilzeit schafft auch die Öffnung von Ausbildungen in Teilzeit Interessenten die Möglichkeit, sich für eine Ausbildung ihrer Wahl entscheiden zu können. Dies soll für Ausbildungen gelten, bei denen dies organisatorisch möglich ist. Ob die Pflege Angehöriger, eigene Kinder, persönliche Einschränkungen aufgrund von Krankheit oder andere Gründe vorliegen; nicht die Frage nach Teilzeit oder Vollzeit ist entscheidend, sondern die Eignung und das fachliche Interesse. Vor allem die Berufsschulen müssen sich daher auf neue Gegebenheiten einstellen und sich für Teilzeit-Angebote öffnen. Auch der Unterricht in digitaler Form und zu bisher ungewohnten Uhrzeiten (z.B. abends), als Wochenend-Blockunterricht und in anderen bisher ungewohnten Formen muss etabliert werden. Die Erfahrungen aus der Pandemiezeit können hier sinnbringend eingebracht werden. Etwaigen Blockaden durch Berufsschulen ist durch politische Anreize und im Zweifelsfall Vorschriften Abhilfe zu verschaffen.
3.4. — Entlastung der schulischen Ausbildungen -> Schulgeld abschaffen
Wir stehen auch für Entlastungen der schulischen Ausbildungen. Wir fordern daher, das
Schulgeld bei schulischen Ausbildungen für alle Berufe im sozialen und
gesundheitlichen Ausbildungsbereich für Auszubildende endlich aufzuheben. Für
Pflichtpraktikas in schulischen Ausbildungen fordern wir die Bezahlung der
Auszubildenden während der Praktikumszeit durch den Praktikumspartner (Betrieb,
Praxis, KiTa u.ä.) entlang der Mindestvergütung für Auszubildende. Die Vergütung darf
nicht auf Ausbildungsbeihilfen oder sonstige Bezüge angerechnet werden, da es sich
bei der Erbringung um staatliche Qualifikationsvorgaben handelt.
3.5. — „Bildungs-Bonus“ auf Sozialhilfe einführen
Wenn man während der Ausbildung auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) gem. SGB III
angewiesen ist, sprich Sozialhilfe für Azubis, fordern wir die Zahlung eines
generellen Bonus auf den Satz der Beihilfe, weil dies einen Anreiz für Qualifizierung
bietet. Bei guter Leistung fordern wir für Bezieher einen weiteren monatlichen Bonus,
um den Anreizgedanken für gute und sehr gute Leistungen in der Ausbildung weiter zu
stärken. Wir fordern die generelle Anpassung der Höhe des BAB entlang der Erhöhungen
des Bürgergeldes. [Fußnote 3.5]
Für Bezieher der Berufsausbildungsbeihilfe wünschen wir uns bei weiter Entfernung zum
Ausbildungsort oder der Berufsschule den direkten Zuschuss zur Deckung der
tatsächlich anfallenden Kosten (Mobilitätszuschuss) beizubehalten. Dies kann eine Übernahme des
aktuellen Deutschland-Tickets für die betreffenden Ausbildungsphasen bedeuten.
3.6. — Gehaltshöhe während der Ausbildung — Entgelttransparenzgesetz auch für
Ausbildungsstellenangebote
Wir fordern die konsequente Anwendung des Entgelttransparenzgesetz auch auf
Stellenausschreibungen von Ausbildungsplätzen. Bei der Ausschreibung dieser Stellen
sehen wir die Unternehmen in der Pflicht, innerhalb der Inserate auf einen Blick Höhe
der Ausbildungsvergütung und ggf. weiterer Boni während der Ausbildung aufzulisten,
um eine bessere Vergleichbarkeit für Interessenten zu gewährleisten. Ein allgemeiner
Verweis auf irgendeinen Tarif-Mantel-Vertrag ist nicht aussagekräftig genug; die
genaue Angabe zur Höhe der Ausbildungsgehälter ist notwendig um Transparenz vor einem
aufwendigen Bewerbungsprozess für den potentiellen Azubi zu sichern.
3.7. — Stipendienkultur, auch für Azubis
Wir fordern die Einbindung von Auszubildenden bereits während der Ausbildung in die
Förderung durch die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB). Neben dem
bestehenden Weiterbildungs- und Aufstiegsstipendium der SBB fordern wir die
Einrichtung eines Ausbildungsstipendiums. Ebenso fordern wir die Aufnahme von
Stipendien für Auszubildende in die Begabtenförderungswerke (u.a.
Deutschlandstipendium, Stipendien parteinaher Stiftungen). [Fußnote 3.7]
3.8. — Mobilität während der Ausbildung — Bahn frei für das Azubi-Ticket
Wir Liberale erkennen an, dass im Leben die diversen Biografien, diversen
Lebensentwürfe, diversen Bildungsverläufe und berufsspezifische Umwälzungen dazu
führen können, dass man später im Leben lange nach abgeschlossener Erstausbildung und
mit Familie bzw. Kindern eine Umschulung in Betracht ziehen muss oder eine
Neuqualifizierung beginnen muss, wenn die eigene Ausbildung so lange her, dass es sie
gar nicht mehr gibt oder das Berufsbild so starken Veränderungen unterliegt, dass
eine Umschulung keinen Sinn ergibt. Auch die körperliche Beanspruchung vieler Berufe
ergibt einen solchen Bedarf später im Leben. Die resultierenden Sonderbedarfe in
solchen Sondersituationen erkennen wir an.
4.1. — Finanzierung einer zweiten Ausbildung tatkräftig unterstützen
Den Finanzierungsbedarf während einer solchen zweiten Ausbildung später im Leben
möchten wir daher stärken und positive Anreize setzen: Wir wollen den Zugang zur
Berufsausbildungsbeihilfe vereinfachen und sie öffnen für einen zweiten
Ausbildungsweg. Bei Bezug von Sozialhilfe/Bürgergeld fordern wir einen abzugsfreien
Bonus für Azubis. Der Bonus muss bei Abbruch der Ausbildung zurückgezahlt werden, um
Ausnutzung zu verhindern. Daneben braucht es für uns höhere Vermögensfreibeträge als
bisher, da der Absicherungsbedarf im höheren Alter größer ausfällt, und die
Abschaffung der Pflicht zur Auflösung von privater Altersvorsorge u.ä. bevor man
Berufsausbildungsbeihilfe oder Bürgergeld beziehen darf. Gerade im fortgeschrittenen
mittleren Alter entsteht sonst die Gefahr einer Altersarmut, obwohl die betroffene
Person aktiv vorgesorgt hat. Auch die Möglichkeit zur berufsbegleitenden Ausbildung
in Teilzeit wollen wir hier erneut hervorheben.
4.2. — Eltern in Ausbildung entlasten
Für Eltern, die sich in ihrer Ausbildung befinden, braucht es umfangreiche
Entlastungen. Priorität hat, ein oder beide Elternteile trotz der
Betreuungsintensität, die ein Kind benötigt, nicht aus der Ausbildung zu verlieren.
Viele Eltern berichten von der Unvereinbarkeit einer Ausbildung mit Familie.
Wir fordern daher die Betreuungsgebühren für Kinder äquivalent zu den Empfängern von
Bürgergeld vollständig zu erlassen, solange ein oder beide Eltern in Ausbildung sind.
Dies gilt auch, wenn unverheiratete Paare glaubhaft versichern können, dass ein
Elternteil die Familie mit dessen Erwerbseinkommen finanziell trägt und das andere
Elternteil kein Erwerbseinkommen beitragen kann. [Fußnote 4.2] Für diese Entlastung
kann es eine Einkommensobergrenze geben.
Über das bereits bestehende Sozial- und Teilhabegesetz fordern wir weitere, neu zu
schaffende Teilhabemöglichkeiten für Kinder von Eltern in Ausbildung, z.B. für
Ferienlagerteilnahme, und für Eltern in Ausbildung für Nachhilfestunden,
Brückenkurse, Büchergeld o.ä. Diese Forderungen entsprechen unserer grundlegenden
Forderung des Bildungsgutscheinesystems (Rucksackprinzip).
Außerdem bekräftigen wir hier noch einmal die Notwendigkeit alle Ausbildungen in
Teilzeit zu ermöglichen und Berufsschulunterricht (Theorieanteil) bei Bedarf
vollständig digital anzubieten.
Kapitel 5 — Was wird ausgebildet — Inhalte und Titel der Ausbildungen
Wir erleben (bekannte und sehr beliebte) Ausbildungen, deren letzte
Prüfungsverordnung 1998 beschlossen wurde. [Fußnote 5.1] Das empfinden wir als
untragbar. Wenn der deutsche Arbeitsmarkt Schritt halten möchte gegenüber den
umfassenden Umwälzungen in der Arbeitswelt, muss auch die Aktualität einer jeden
Ausbildung damit Schritt halten.
5.1. — Evaluation der Ausbildungsinhalte
Wir fordern daher, dass die Inhalte der Ausbildungen alle 3 bis spätestens 5 Jahre
evaluiert und am aktuellen Stand der Branchen gemessen und angepasst werden. Dabei
unterschieden wir nicht, ob die Ausbildungen durch die Kammern, staatliche Stellen
oder private Träger abgenommen werden.
5.2. — Zusammensetzung der Ausbildungs-Evaluationen
Zur Evaluation schwebt uns die Aufstellung ständiger Ausschussgruppen aus
Berufsexperten, Pädagogen, Sozialpartnern und Ministerialbeamten aus den
Prüfungsordnungsstellen vor. Diese Ausschüsse stehen in ständigem, inhaltlichen
Austausch mit den jeweiligen Branchenvertretern und gewährleisten damit einen
inhaltlichen Kurzschluss in die Prüfungsordnungen der Berufsbezeichnungen. [Fußnote
5.2]
Kapitel 6 — Bildungsschwerpunkt Berufsschulen
Wo ausgebildet wird, muss die Ausstattung stimmen.
6.1. — Schulsanierungen — größerer Stau als auf der Autobahn:
Unsere Berufsschulen sind ebenso wie alle anderen Schularten im Land marode,
energetisch oder digital oder vollständig sanierungsbedürftig. Der Investitionsstau
im Land geht in die Milliarden. [Fußnote 6.1.1] Wir fordern daher die Aufstockung in
einem Nachtragshaushalt und die Verstetigung des Budgetrahmens für Schulsanierungen
von mindestens 0,5 % des Gesamthaushaltes des Landes. [Fußnote 6.1.2] Die
Finanzierung wird aktuell zum allergrößten Teil den Kommunen überlassen. Gerade in
Kommunen ohne viel finanziellen Spielraum bedeutet eine solche Sanierung eine
haushälterische Extrembelastung. Die Finanzierungsform muss daher neu austariert
werden und das Land stärker bezuschussen, bei Förderantragstellung und -bewilligung
nämlich mindestens 30 %. Förderanträge aus verschiedenen Landesfördertöpfen,
Bundesförderprogrammen, EU-Förderungen, usw. müssen miteinander kombinierbar sein.
[Fußnote 6.1.3]
6.2. — Schulrenovierungen:
Gleiches gilt für Renovierungen, deren Höhen die Haushaltsrahmen der jeweiligen
Kommunen empfindlich überschreiten.
6.3. — Moderne Hardware statt Abakus:
Ebenso müssen Förderregularien zu schnelleren Ausstattungs-Updates entworfen bzw. an
den realen Bedarf angepasst werden. Das beinhaltet neben technischer Software für
Whiteboards, neuen Beamern, usw. auch andere übliche Ausstattung wie Küchengeräte,
Labore, Werkbänke uvm. aus den Praxiseinheiten. Ziel muss eine Aktualisierung von
Berufsschulaustattung alle 3 Jahre sein.
6.4. — Moderne Software für die Bildung der Zukunft
Praxisbereiche an Berufsschulen müssen stetig an den aktuellen Stand der Branchen
angepasst werden um Berufsschüler jederzeit adäquat zur realen Lage der jeweiligen
Branche ausbilden zu können. Wir fordern die Verankerung einer jährlichen
Kostenevaluierung im Kultusministerium und auf Grundlage dieser Bedarfsermittlung die
Einberechnung von Mittelbezuschussungen auf Landesebene für moderne Ausstattung an
Berufsschulen auf Antrag.
6.5. — Lehrer-Schüler-Schlüssel senken
Die Klassen- und Gruppengrößen müssen in allen Unterrichtsarten der Berufsschulen
reduziert werden, um der immer weiter steigenden Heterogenität und den gewachsenen
Herausforderungen in den Klassenzimmern und Werkstätten und den gestiegenen
beruflichen Anforderungen in der Ausbildung gerecht zu werden. In der Berufsschule
unterschieden wird sowohl nach der Klassengröße für allgemeine/theoretische
Unterrichtseinheiten und der Gruppengröße für Praxiseinheiten, sowie nach
Untergrenzen (Mindestschüleranzahl) und Obergrenzen (Maximalschüleranzahl,
‘Klassenteiler’) der jeweiligen Schülergruppierungen.
In den Berufsschulklassen muss der Klassenteiler für alle Arten der Berufsschulen reduziert werden von aktuell 30 auf mindestens 24; bei aktuellen Klassenteiler unter diesem Wert (bspw. bereits in Berufsschulklassen mit überwiegendem Ausländeranteil) auf 20. In den Gruppengrößen in fachpraktischen Unterrichtseinheiten in Werkstätten, Lehrküchen, Laboren usw. muss der Gruppenteiler für alle Arten der Berufsschulen reduziert werden von aktuell 16 auf 12; bei aktuellen Gruppenteilern unter diesem Wert auf 10. Gleichzeitig müssen Mindestschülergrößen neu definiert werden: Die Untergrenze für Klassengrößen muss reduziert werden von 16 auf 12; die für Gruppengrößen in fachpraktischen Einheiten von 8 auf 6.
Wert auf 10. Gleichzeitig müssen Mindestgruppengrößen neu definiert werden: Die Untergrenze für Klassengrößen muss reduziert werden von 16 auf 12; die für Gruppengrößen in fachpraktischen Einheiten von 8 auf 6. [Fußnote 6.5]
Wir erneuern unsere Forderung nach einem “digitalen Hausmeister” bzw. digitalen
Hausmeisterservice an allen Schulen. Konsequenterweise bezieht sich das auch auf alle
Berufsschulen.
Kapitel 7 — Berufsschullehrer — das Herz des schulischen Teils in der Ausbildung
In der Berufsschule arbeiten Lehrer aus zwei verschiedenen Hintergründen daran
Berufsschüler mit dem nötigen theoretischen Rüstzeug fit für den Berufsalltag zu
machen: Einerseits Lehrer für Fachtheorie (Lehrer) und allgemeinbildende Fächer, und
andererseits Lehrer für Fachpraxis (Fachlehrer). Zusätzlich arbeiten Werkstattlehrer
im fachpraktischen Unterricht ergänzend.
Erst das Zusammenspiel aller Lehrkräfteeinheiten bringt den gewohnten
Ausbildungserfolg für Berufsschüler. Alle Gruppen der Berufsschullehrer müssen daher
beständig in ihren jeweils eigenen Anforderungen bedacht werden. [Fußnote 7.0]
7.1. — Seiteneinstieg vereinfachen — vom Fachstudium zur Lehrertätigkeit
Der Übergang vom Studium in die Schule ist zwar bereits möglich, unterliegt aber
aufwändigen Voraussetzungen. Wir wollen diese Seiteneinsteiger schneller einbinden:
Statt nach abgeschlossenem Hochschulstudium noch den 18-monatigen Aufbaulehrgang an
einem der Seminare der Landesregierung abzulegen und danach das Referendariat,
fordern wir die sofortige Einbringung der angehenden Lehrkräfte (Anwärter) in den
Schulalltag in Teilzeitanstellung bei berufsbegleitender Parallelqualifizierung in
Teilzeit innerhalb von 24 Monaten. Die aktuellen Anwärterbezüge steigen entsprechend
auf ein Teilzeitgehalt. Der Unterricht erfolgt sowohl medial im home office als auch
im Blockunterricht während der Schulferien vor Ort in einer der
Landesseminarstandorte statt wie bisher ausschließlich im Seminar vor Ort.
7.2. — Seiteneinstieg vereinfachen — aus der Berufspraxis in die Lehrtätigkeit
Bewerber mit Ausbildung ohne Studium können sich für die Anstellung als Fachlehrer bewerben, wenn sie einen Techniker-, Fachwirt(Wirtschaft,-Banken…)- oder Meistertitel tragen. Für Bewerber mit
Ausbilderschein fordern wir die Verkürzung des Seminars um ein halbes Jahr und die
sofortige Einbindung in den Schulablauf. Begleiteter Unterricht ist bereits Realität
an Schulen mit großem Lehrermangel und die erbrachte Arbeit der Lehrkräfte muss
anerkannt werden. Hat ein Bewerber den Ausbilderschein bereits abgelegt und kann mindestens 5 Jahre Berufspraxis in der Ausbildung von Azubis nachweisen, fordern wir
den Entfall der Seminarpflicht. Schwerpunkt ist nicht, ob man ein voll studierter
Pädagoge ist, sondern ob man Fachwissen weitergeben kann und bereits Lehrerfahrung
hat.
7.3. — Einstufung Werkstattlehrkräfte
Wir fordern die Einstufung der Werkstattlehrkräfte in die Besoldungsgruppe A10. Eine
niedrigere Besoldungsgruppe erschließt sich nicht, da Werkstattlehrer die gleiche
Arbeit verrichten wie Fachlehrer und gleichen Vorgaben unterliegen, bevor sie zum
Unterricht zugelassen werden. Das Gehalt im Beruf muss attraktiv sein, um die besten
Lehrkräfte aus der Praxis als Berufsschullehrer zu gewinnen.
7.4. — Flexibilisierung der Arbeitszeiten für Lehrkräfte
Eine parallele Anstellung im Betrieb und in der Berufsschule für Fachlehrer — wie für
Werkstattlehrer längst möglich — erachten wir für hochgradig sinnvoll, um die
Arbeitspraxis direkt in die Berufsschulen einbringen zu können.
Wir fordern außerdem für Berufsschullehrer passgenaue Arbeitszeitmodelle zu erproben,
die auch Home office durch digitalen Unterricht uvm. umfassen müssen. Wenn
Unternehmen sich bereit erklären, einen Angestellten als Praxislehrkraft zur
Verfügung zu stellen, dann sollte dies ermöglicht werden, da dadurch kleinere Gruppen
möglich sind. Die Kosten fallen in solchen Fällen zu 50 % auf die Unternehmen zurück.
7.5 — Weiterbildung von Lehrkräften
Nur wer selbst auf dem Stand der Zeit ist, kann aktuelles Wissen vermitteln. Daher
sollten Berufsschullehrer in ihrem Fachgebiet ständig die Möglichkeit zur
Weiterbildung erhalten und die Kosten dafür übernommen werden.
7.6. Zentralisiertes Portal für Stellenausschreibungen
Für alle Arten der Berufsschullehrer fordern wir ein landesweit zentralisiertes
Portal für Stellenausschreibungen mit eindeutig nachvollziehbarem Anforderungsprofil.
Auf diesem Portal sollen Schulen ihre Stellenausschreibungen eigenständig vornehmen
können und mittelfristig absehbaren Bedarf frühzeitig als Stellenangebot einstellen
können, z.B. bei länger absehbarer Pensionierung, Elternzeit u.ä.
7.7. — Informationsportal auf Landeshomepage — einfach zu finden?
Die Bereitstellung von Informationsmaterial für Einsteiger aus der Berufspraxis ist
auf den Seiten der Landeshomepage und ähnlichen Seiten äußerst dünn. Wir fordern eine
ordentliche, sofort auffindbare und übersichtlich gestaltete Übersicht auf den Seiten
des Landes, des Kultusministeriums, der Regierungsbezirke und aller anderen
offiziellen Stellen, die über den Qualifizierungsweg zum Fachlehrer umfänglich
informieren.
Wir sind uns bewusst, dass die kleinere Teilung von Klassen und Gruppen einen höheren
Lehrerbedarf nach sich ziehen wird. Wir halten diese Folge allerdings für eine
positive Gelegenheit, das Berufsbild des Berufsschullehrers kritisch auf die
Attraktivität des Berufsbildes hin zu untersuchen: familiäre Umstände wie fehlende
Kindergartenplatz für die eigenen (Klein-)Kinder halten viele qualifizierte
Lehrerinnen davon ab ihr Deputat zu erhöhen. Dafür braucht es konsequenten Ausbau
kommunaler Betreuungsplätze bei gleichzeitigem Willen zu neuartigen
Betreuungskonzepten, z.B. die Einrichtung von Betriebskindergärten an Schulzentren.
Kapitel 8 — Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung — Der Weg nach der Ausbildung
8.1. — In der Ausbildung bereits wissen, was danach kommt — Infos über Anschlussqualifizierungen
Bereits in der Schulzeit über die Möglichkeiten von Anschlussqualifizierungen nach
einer abgeschlossenen Ausbildung grundlegend zu informieren ist wichtig. Doch auch
während der Ausbildung ist die differenzierte Information über alle Formen der
berufsspezifischen Weiterbildungsoptionen essentiell, um informierte Entscheidungen
nach dem Abschluss treffen zu können. Wir fordern daher die Aufnahme in die Lehrpläne
einer jeden Ausbildung. Sie können im Unterricht oder durch Zusatzveranstaltungen
abgedeckt werden. Sie müssen die stets aktuelle und umfassende Angebotsvielfalt
gründlich abhandeln, um die diversen Optionen aufzuzeigen und über Gesellen-,
Techniker-, Meisterlehrgänge ebenso informieren wie über Spezialisierungen,
Aufbaukurse, berufsbegleitende Weiterbildungen, uvm.
8.2. — Einsichten aus der Praxis
Um reale Einsichten aus der Praxis zu stärken, fordern wir die Berufsschulen und
bildenden Zentren dazu auf, Schulausflüge wie bspw. Firmenbesuche passend zur
Ausbildung verstärkt in das Lehrangebot einzubinden und dadurch den Überblick in die
diversen Berufsfelder und Qualifizierungsfelder für Berufsschüler erlebbar zu
gestalten.
8.3. — Unverständliche Gebühren abschaffen
Wer für sein Bachelor-Zeugnis nicht extra zahlen muss, muss es auch nicht für einen
beruflich ebenso relevanten Abschluss: Für das eigene Abschlusszeugnis muss an einer
Hochschule nach bestandenem Studium keine extra Gebühr entrichtet werden. Wir fordern
die Angleichung für die Ausstellung der Abschlusszeugnisse für Meister, Techniker,
Fachwirte usw. deckungsgleich zu staatlichen Technikerschulen, die die Zeugnisse
längst kostenfrei ausgeben. Eine separate Entrichtung von Abschlusszeugnis-Gebühren
ist daher abzuschaffen.
Die Gültigkeit des Beschlusses beträgt 10 Jahre.